Die gelben Engel – Glück im Unglück

Oh man, war das Spiel Argentinien gegen Niederlande gestern Abend langweilig. Hab mir extra nen Wecker fürs Elfmeterschießen gestellt, damit ich ja nicht das erste Tor verpasse. Obwohl, wenn die Elfmeter genauso schießen wie Freistöße oder Ecken, dann gibts viele Bälle für die Fans. Naja, Glückwunsch Argentina! „Wir sehen uns“ am Sonntag 🙂

Jetzt ist’s sieben und wir sind alle wach. Manch einer freiwillig, manche zwei andere unfreiwillig. Frühstücken in Neuenheerse und dann ab nach Köln. Wir wollen zeitig los, damit wir den Camper ggf. heute noch zurück geben können. Sabrina fährt im Clio hinter mir her. Den Wagen haben wir für meine Elternzeit in Köln, damit wir flexibel sind.

Irgendwo vor Kreuz Unna auf der A44 überholt mich nen Safira. Die Frau auf dem Beifahrersitz ganz wild am gestikulieren. Keine Ahnung, was sie will. Ich hab gute 100 drauf und gerade nen LKW überholt. Ob ich ihr zu langsam bin? Dabei hab ich auch festgestellt, dass unser Camper deutlich windanfälliger ist als noch vor 20 Minuten. Dann überholt mich Sabrina und gestikuliert wild. Ich solle ran fahren. Ich befinde mich mitten im Kreuz Unna. Das schaffe ich noch, dann steuere ich die nächste Tankstelle an und parke in weiser Voraussicht direkt an der Luftstation.

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Was ich da sehe, kann ich nicht glauben. Der Reifen hinten links fast komplett leer. Also platt. Schnell Luft rein, aber ich höre schon das Zischen. Keine Chance, mehr als 2 Bar dort rein zu bekommen. Sicherheitshalber kontrolliere ich die andere Seite. 6 Bar. Mist. Sabrina gibt schon dem Vermieter bescheid. Wir sollen den ADAC anrufen.

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Die Jungs lassen sich gut eineinhalb Stunden Zeit. Und kommen gleich zu zweit. Einer, der den Reifen von hinten nach vorne wechselt, ein anderer mit einem Schlepper, der mich in die nächste Werkstatt schicken will.

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Das Problem: unseren Reifen gibt es nirgends. Als müssen zwei Reifen her. Und das kostet. Unserem Vermieter eigentlich zu viel. Auf der anderen Seite ist der Camper ab morgen weiter vermietet. Was tun? Zum Glück sind meine Eltern bereits in Köln, um eigentlich Ben Luis zu betreuen. Kurzerhand besteht die Möglichkeit, einen gleichen Reifen an an einem anderen Fahrzeug abzumontieren und meinen Eltern mitzugeben.

Mittlerweile ist es kurz vor 14:00 Uhr. Die beiden sind bereits auf dem Weg zu mir. Sabrina und Ben Luis sind schon im Clio vorgefahren nach Köln. Die erste Wäsche waschen. Und spielen. Hier auf der Autobahn bzw. auf dem Rastplatz ist nicht wirklich ein Spielplatz für Kleinkinder.

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Somit denke ich an den Spruch vom ADAC: „Freude strikt erlaubt!“ und freue mich, das nicht wirklich mehr passiert ist, als ein kaputter Reifen. Ein geplatzter Reifen auf der Führungsachse kann böse enden.

Mir fällt dazu spontan das Kölsche Grundgesetz ein: „Artikel 2: Et kütt wie et kütt“. Ich bin froh, wenn wir heile in Köln sind, den Camper ausgeräumt und zurück übergeben haben.

Und der letzte Urlaubstag war doch noch ereignisreich 🙂

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