Kroatien – Segeltörn Istrien und Kvarner Bucht

30.05. – 06.06. 2009 Segeltörn
Kroatien Mittelmeer Istrien

Sieben Tage von Vrsar bis Ilovik und zurück: mal sieben Stunden unter Motor, mal Bora quer über die Kvarner Bucht. Dazu Muscheln von der Bojenleine, Seeigel unter dem Kiel und ein Spinnaker, der es in sich hat.

In aller Kürze

Der Törn fängt im Stau an. Nachtfahrt über den Tauerntunnel, drei Stunden Schlaf, und um zehn Uhr morgens stehen wir in Vrsar am Steg. Vor uns die Tripolino, hinter uns zwei Einkaufswagen voll Fressalien und 110 Liter Wasser. Am Abend liegen wir vor Rovinj vor Anker – und der Wind ist schon wieder weg.

Von da an gibt er den Takt der Woche vor, meistens dadurch, dass er fehlt. Wir motoren sieben Stunden am Stück nach Mali Lošinj, wir segeln vierzig Minuten und freuen uns darüber wie über einen Sieg, wir kommen in Osor eine Viertelstunde zu spät und stehen vor einer geschlossenen Brücke. Dazwischen ist die Adria genau das, wofür man herkommt: türkisblaue Buchten, Kopfsprünge vom Bug, Goldbrassen, die eine Handvoll Chips in anderthalb Sekunden verschwinden lassen. Wir ernten Muscheln von einer Bojenleine und kochen sie mit Tequila, weil kein Weißwein an Bord ist. Wir laufen im Stockdunkeln durch einen Pinienwald zurück zum Beiboot.

Am letzten Segeltag steht der Spinnaker zum ersten Mal – und kurz darauf rutscht Sebi auf dem nassen Vordeck aus und hängt nur noch am Karabiner über der Reling. Fünf Sekunden, die alles sortieren. Wir holen ihn zurück an Bord, holen das Segel ein und nehmen ruhig Kurs auf Vrsar. Dort tauft die Crew den Maaf, der zum ersten Mal als Skipper unterwegs ist und Schiff und Besatzung heil nach Hause bringt. Was von der Woche bleibt, ist nicht der Kurs. Es ist die Ruhe, mit der fünf Leute sieben Tage lang auf engem Raum miteinander auskommen.

Route - hier waren wir unterwegs

Etappen