„So ein Tag, so wunderschön wie heuuuuuteee…“ – das ist das Motto vom heutigen Tag. Und es stimmt. Nach einem super entspannten Vormittag „auf hoher See“ mit einigen Badegängen segeln wir los. Von Ilovik in Richtung Norden, südlich an Losinj vorbei. Unser Ziel heute – der Kanal von Osor und als Zwischenziel eine Badebucht.
Direkt nach dem Losfahren fahren wir erst einmal einige MOBs (Man-over-board-Manöver). Jeder von uns darf einmal fahren. Dabei binden wir zuerst zwei Fender zusammen und schmeißen sie über Bord. Nachdem das geklappt hat und Sebi mal wieder einen dummen Spruch losgelassen hat, proben wir die Vorstufe vom „Kiel holen“ – genauer gesagt: der Sebi probt das. Netterweise finde ich noch zwei zusammengetaute Fender, die ich ihm dann zuschmeiße. Danach Motor aus, vom Sebi weggelenkt, ein wenig mit dem Wind gefahren, gedreht und mit ganz wenig Geschwindigkeit gegen den Wind auf ihn zu. Anschließend den Bootshaken raus, die Fender eingeholt und Sebi dann doch wieder über Achtern ins Boot hineingelassen…

Ein wenig später hissen wir die Segel und gehen auf Nordkurs. Dabei übernehme ich dann mal das Steuer. Gar nicht so einfach, den Kurs zu halten. Zum Glück kann ich vom Surfen schon die ein oder andere Böe lesen, so dass ich die Geschwindigkeit einigermaßen halten kann und das Boot nicht immer anluvt.

Nachdem wir dann in die Bucht eingelaufen sind, darf ich noch das Anker-Manöver fahren. Ich sag Euch, rückwärts fahren mit einem Boot ist gar nicht so einfach. Die Lenkung funktioniert nur mit Geschwindigkeit, dafür aber dann sehr extrem. Zusätzlich kommt der Schraubeneffekt dazu, der das Boot ohnehin drehen lässt, wenn man geradeaus steuert. Naja, wir schaffen es, der Anker ist gesetzt und das Boot treibt nicht ab.
Das Schnorcheln in der Bucht ist super – türkisblaues Wasser, ca. 12.653 Seeigel und ein gesunder Sicherheitsabstand dazu garantieren tolle Fotos mit der Unterwasser-Kamera. Traumhaft!

Nach einem kleinen Snack segeln wir weiter in Richtung Osor – mit dem Ziel, um 17 Uhr durch den Kanal zu fahren. Leider schläft irgendwann der Wind ein, wir kommen ca. 15 Minuten zu spät an, und die 2 m hohe Brücke am Kanal ist schon wieder zu. Also machen wir südlich vom Kanal an einer Boje fest und sehen uns Osor an. Eine total kleine, hübsche Stadt mit vielen kleinen Gassen und zahlreichen Restaurants. Hier essen wir dann schön Calamares und genießen den Abend.

Nach dem Essen sehen wir uns dann noch den Sonnenuntergang an und üben einige Posen vor dem roten Himmel. Ganz sicher bekommt Franzi am Ende der Woche ein Foto (ihr kennt „Top Model“?) und ich alleine durch meinen körperlichen Einsatz und die davongetragenen Verletzungen auch… Aber Salzwasser hilft ja gegen Schürfwunden…





























