Von Vrsar nach Skradin: an Bord der Octopus

Von Vrsar nach Skradin: an Bord der Octopus

Von Vrsar nach Skradin: an Bord der Octopus
Fr, 24.06. Vormittag

Ein vergessener Ausweis kostet uns 50 Minuten Rückweg – dafür nehmen wir die schöne Strecke mit Burgen und Dörfern auf den Hügeln. Am Ende der 480 Kilometer liegt in Skradin die Octopus am Steg.

Marina Segeltörn Anreisetag

Reisebericht

Unser Ziel heute: Autotausch in Vrsar und in Skradin an Bord der Octopus gehen.

Das Frühstück im Hotel ist wie zu erwarten weder von der Auswahl her üppig noch eine Wohltat für die Geschmacksnerven. Dafür sättigt es erst einmal. Wir checken aus, zahlen unsere 60 € und machen uns auf den Weg nach Vrsar. Dort steht der Wagen von Sebis Eltern, den wir gegen unseren eintauschen wollen. Das klappt auch alles prima. Dennis von AMS Sailing gibt uns den Schlüssel, wir packen um und fahren los.

Vollgepackter Kofferraum eines Kombis mit Rucksäcken, Taschen und Getränkekisten

Michi fragt mich sicherheitshalber noch einmal, wo sein Perso ist. Ich bin fest davon überzeugt, dass er ihn selbst hat. Als wir feststellen, dass wir ihn gestern im Hotel abgeben mussten, ist es schon zu spät. Wir fahren also die 50 Minuten zurück zum Hotel und sinnieren über Prozesse, Optimierungen und Checklisten bei den Hotel-Abläufen… Die Dame an der Rezeption ist allerdings sehr einsichtig, dass dies ihr Fehler ist, und entschuldigt sich tausendmal. Zu ihrem Glück. Wäre sie auch nur annähernd so unfreundlich wie die Kassiererin im Konzum-Markt, hätte ich das deutlich schwerer weggesteckt.

Lichtspuren einer Langzeitbelichtung während der Fahrt durch einen Tunnel

Der Weg zum Hotel ist zwar ein kleiner Umweg, lohnt sich aber dennoch. Er ist sozusagen das Highlight der gesamten 480 km nach Skradin. Wir fahren den „romantischen“ Weg und entdecken dabei zig schöne kleine Dörfer und Burgen. Wirklich traumhaft. Die restlichen Kilometer Autobahn und Autobahn und Autobahn sind dagegen recht langweilig. Wie schön, dass man immer hinterher feststellt, wie schön das ist, was man gerade hat…

Dorf auf einer Hügelkuppe über Weinbergen, im Vordergrund blühender Lavendel

15.45 Uhr – „Welcome to Skradin“. 15.46 Uhr – „Goodbye Skradin“. „Ehh Michi, hast Du die Marina gesehen?“ „Nee, lass mal drehen!“ So in etwa läuft unser Dialog, als wir Skradin passieren. Wir sind überrascht, wie klein der Ort ist, und suchen den nächsten Parkplatz, um unseren Pionier-Walk zu starten. Dabei entdecken wir auch die Marina und klären ab, dass wir auch mit dem Auto reinfahren dürfen. Wir haben noch ein wenig Zeit und genießen sie in einer netten Lounge direkt am Wasser mit Blick auf das 75-Millionen-Euro-Schiff…

Große weiße Motoryacht im Hafenbecken von Skradin, dahinter bewaldete Hügel

Die nächste Stunde vergeht wie im Flug, ehe wir uns auf den Weg in die Marina machen. Dort finden wir auch auf Anhieb die Octopus, „unsere“ Bavaria 35, mit der Familie S. an Bord. Das Auto ist schnell ausgepackt und unsere Sachen verstaut. Nach einem Großeinkauf verbringen wir zu sechst einen sehr schönen Abend. Er endet für mich mit einem kleinen Umpark-Manöver wegen Starkwind und einem Bier an Deck.


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