Fünf Länder an einem Tag: von Frankfurt nach Kroatien

Fünf Länder an einem Tag: von Frankfurt nach Kroatien

Fünf Länder an einem Tag: von Frankfurt nach Kroatien
Do, 23.06. Nacht

Um 4.44 Uhr klingelt der Wecker, kurz nach fünf rollen wir los. Zwischen Tauerntunnel und Faaker See wird der Feiertag zum Problem: Der Einkauf für den Törn hängt an einem offenen Supermarkt.

Anreise Tauernautobahn Faaker See

Reisebericht

Es ist 4.44 Uhr. Michi reißt mich aus meinen Träumen. Ich brauche eine Minute, bis es mir wieder einfällt: Der ADAC sagt zahlreiche Staus voraus, und wir entscheiden uns, früh loszufahren. Um 5.09 Uhr sitzen wir frisch geduscht im Auto und nehmen Kurs auf unser Büro. Dort habe ich meine 23-kg-Tasche gestern zwischengelagert. Um 5.40 Uhr sind wir dann auf der A3 und nehmen Kurs auf… ja, wohin eigentlich? Das BMW-Navi endet in Trieste, IT. Gut, wir fahren erst einmal nach Trieste und schauen dann weiter.

Dunkelgrauer BMW am Straßenrand einer Wohnstraße

Auf der Strecke gibt es drei Nadelöhre: die A3, München und den Tauerntunnel. Wir hoffen, durch die frühe Abfahrt vor der Blechlawine aus Hessen und dem Saarland (Ferienanfang) durchrollen zu können. Bislang klappt das ganz gut. Allerdings machen uns die Radio-Moderatoren verrückt. Demnach müssten wir schon längst stehen (oder gefühlt rückwärts rollen). Zum Glück sieht die Realität anders aus als die „Berichterstattung“. Michi stellt den Tempomat auf 165 und wir rollen gemütlich gen Süden.

Autobahn im Alpenvorland, tiefe Wolken über den Bergketten

Keine drei Stunden später sind wir auch schon kurz vor München. Dank Leikermoser auf Antenne Bayern streichen wir unser Weißwurst-Frühstück und fahren direkt durch. Bis Salzburg brauchen wir in Summe keine vier Stunden – von Frankfurt aus. Das ist perfekt: Ich kann mich an eine Fahrt erinnern, da habe ich von München aus auch knappe vier Stunden gebraucht!

Ich werde müde. Was ich noch mitbekomme, ist der Vignettenkauf. Danach schlafe ich ein, bis mich Michi im Tauerntunnel wach macht.

Houston: we've got a problem… Wir haben noch genau eine Aufgabe übrig für unseren Segeltörn: Bier kaufen. Und was ist heute? Fronleichnam, Feiertag, auch in Österreich… Verdammt. Und nun?

Wir fahren in St. Michael ab. Das ist unser Obertauern-Domizil seit einigen Jahren. Dort gibt es einen Billa. Wenn etwas geöffnet hat, dann am Sonntag bis 12 Uhr – so unsere Gedanken. Der Billa allerdings hat zu.

Gut, wieder zurück auf die Tauernautobahn und weiter. Krisenmanagement. Ein wenig später sind wir am Millstätter See. Das sieht touristischer aus. Wir fahren erneut ab und siehe da: Der Billa hat auf.

Einzig die Verkäuferin ist ein wenig verwirrt, als sie uns drei Paletten Stiegl mit den Worten „das ist alles“ bringt und ich sie frage, ob morgen Nachschub kommt… Mission accomplished!

Einkaufswagen mit drei Paletten Bierdosen im Supermarkt

30 Minuten weiter liegt der Faaker See. Vom Hunger getrieben fahren wir ab – und finden spontan ein Strandbad. Mit Restaurant und Rutsche in den See.

Entgegen aller Lehren der Rettungsschwimmer-Prüfung kloppen wir uns erst das Wiener Schnitzel in den Magen und nehmen dann die Rutsche. Dass ich nicht direkt untergegangen bin und wie ein Stein am Grund liege, kann ich mir wirklich nicht erklären. Hat alles geklappt… Das „kurze“ Nickerchen danach dauert allerdings eine ganze Stunde, ehe wir uns wieder auf die Autobahn weiter gen Süden begeben…

Holzsteg, der in den See ragt, dahinter die Berge im Dunst

Das Transitland Italien ist schnell passiert. Kurz vor Slowenien biegen wir rechts ab und nehmen den „Schleichweg“, um die 8 km Autobahn zu umgehen. Das klappt prima und spart uns ca. 40 €. Somit wird auch Slowenien ein Kurzbesuch. Auf nach Kroatien!

Hügel mit einem Dorf auf der Kuppe, davor Felder und Wald

Dort fahren wir direkt nach Livade, wo wir ein 58-€-Hotel bei HRS gefunden haben. Und wieder einmal bestätigt sich: Man kann ein Hotel wirklich über den Preis bewerten. Richtig viel erwarte ich nicht, aber doch schon mehr als einen Atombunker aus den 60ern…

Egal, das Zimmer ist sauber – die Dame gibt uns sogar zwei für den gleichen Preis – und lädt uns zum Essen für nur 9 € ein. Buffet. Hört sich verlockend an, allerdings gilt auch hier das gleiche Prinzip wie oben bei der Hotelauswahl. Wir fahren noch einmal los und dinieren in einem Trüffel-Restaurant. Lecker.

Gegen 21 Uhr ist der Tag für uns dann allerdings zu Ende und wir schlafen durch bis zum nächsten Morgen.


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