Nach dem Chinesischen Turm wollen wir es noch ruhiger angehen lassen. Also runter zum Schwabinger Bach, ein bisschen treiben lassen. Der Plan ist gut, das Ufer leider auch bei allen anderen beliebt. Wir suchen uns ein Plätzchen etwas weiter entfernt, dafür im Schatten, und legen uns hin.

Und dann passiert erst mal nichts. Die Kinder spielen ihr Fußball-Wissensspiel, ich glaube, ich schlafe sogar kurz ein. Sabrina nickt auch weg. Herrlich.
Kurz darauf ziehen wir um. Nicht nur den Platz, sondern auch uns: alle in Badeklamotten, und rein in den Bach. So kalt ist er gar nicht, das ist richtig angenehm. Die Strömung ist okay, und wir lassen uns treiben, im wahrsten Sinne des Wortes. Auf Max Luca müssen wir dabei aufpassen. Der hat so viel Spaß, dass er beinahe abgetrieben wäre. Aber: Et hätt noch immer jot jejange. Oder wie ging der Spruch noch mal?

Eine Runde reicht allen. Wir gehen weiter – und entdecken den richtigen Eisbach. Der hat eine Strömung. Alle sind begeistert, alle wollen noch mal rein. Bis Hannah das Schild sieht: Baden verboten, Surfen verboten, Lebensgefahr.

Danach ist das Thema erledigt. Für alle. Ich bin zu diesem Zeitpunkt allerdings schon umgezogen.
Long story short: Niemand will mit. Also gehe ich allein rein und lasse mich treiben. Gefühlt dreimal schneller als eben im Schwabinger Bach. Das macht richtig, richtig Spaß. Ich wollte das immer schon mal machen – und habe es in den Jahren, in denen wir hier gewohnt haben, nie geschafft. Schon komisch, oder?

Den Schotterweg gehe ich zurück, barfuß natürlich, treffe die anderen und ziehe mich um. Die sind schon vor zur stehenden Welle, der Eisbachwelle. Surfer beobachten. Beziehungsweise eine Surferin, die das richtig gut draufhat.

Langsam haben alle Hunger, also machen wir uns auf zur nächsten Eisdiele. Im Lehel werden wir fündig, und zwar richtig. 2,70 € die Kugel – die gehören dann auch genossen. Aber ehrlich: eines der leckersten Eis, die ich je gegessen habe.
Danach gehen wir an die Isar und schauen runter auf das bisschen Wasser, das sie gerade noch trägt. Dort fällt die Entscheidung fürs Abendessen. Ihr glaubt es kaum: mal wieder italienisch. Das dritte Mal in vier Tagen. Ben Luis ist alles andere als begeistert, aber bei fünf Leuten haben immer mindestens zwei die gegenteilige Meinung. Es gibt Spaghetti Bolognese.
Mit der Tram fahren wir zurück, durch bis zum Leonrodplatz, genauer gesagt eine Station weiter. Dort steigen wir aus und gehen zum Italiener.
Ein Schild kann eine ganze Familie überzeugen. Aber eben nicht den, der schon in Badehose dasteht.







