Vrsar: Letzter Segeltag und Blick vom Masttop

Vrsar: Letzter Segeltag und Blick vom Masttop

Vrsar: Letzter Segeltag und Blick vom Masttop
Fr, 01.07. Vormittag

Der letzte Schlag zurück nach Vrsar: früh raus, guter Wind, Butterfly bis zur Flaute. Am Nachmittag geht es im Bootsmannstuhl 16 Meter hoch an den Mast, und die Marina sieht plötzlich ganz anders aus.

Vrsar Istrien Segeln Bootsmannstuhl

Route – hier waren wir unterwegs

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Reisebericht

Guten Morgen! Es ist schon halb acht und ich habe durchgeschlafen. Welch Wohltat! Die halbe Crew ist auch schon wach und hat bereits entschieden, dass wir kein ausgiebiges Frühstück machen werden, sondern Sandwiches vorbereiten und diese dann kurz vor Fahrtantritt zu uns nehmen. Auf dem Weg zum Bad der Marina gab es noch ein kleines Highlight. Eine Yacht wird zu Wasser gelassen. So etwas habe ich bislang noch nicht gesehen. Schon beeindruckend, mit welcher Leichtigkeit so ein Kran eine Yacht in die Höhe heben kann …

Ein blauer Kran hebt eine weiße Segelyacht in Gurten über den Kai der Marina

Franzi steuert den Ableger perfekt. Kurz nach Hafenausfahrt hissen wir dann auch alle Segel und ich bekomme meinen ersten Manöverschluck für diesen Tag serviert. Danke, Michi! Das Segeln an diesem letzten Tag macht enorm viel Spaß. Wir schaffen es mit unserer Nussschale von 35 Fuß Länge sogar auf eine Geschwindigkeit von 7,28 Knoten.

Blick am Mast nach oben auf Groß und Fock, die Sonne blitzt neben dem Vorsegel hervor

Nach ca. 2 Stunden schläft der Wind langsam ein. Zum Glück sind wir so früh los! Da der Wind noch nicht ganz weg ist und nun von 180 Grad kommt (also direkt von hinten), können wir Butterfly segeln. D. h. wir legen das Groß auf die Backbord-Seite und die Fock auf die Steuerbord-Seite. Gerade, als wir die Segel optimal getrimmt haben, schläft der Wind komplett ein. Schade auch.

Blick von unten auf das Großsegel vor einem bewölkten Himmel

Die letzten Meilen zurück in die Marina von Vrsar fahren wir unter Motor. Die Hafeneinfahrt ist sehr schön. Der Kirchturm von Vrsar steht hoch empor über der Stadt. Die Kontrolle durch die Charter-Firma geht auch gut über die Bühne, es gibt nichts Großes zu beanstanden. Nicht so wie beim Boot nebenan, bei dem sowohl die Fock als auch das Groß zerrissen sind …

Die Segelyacht liegt von oben gesehen am Steg der Marina von Vrsar, dahinter die Häuser des Ortes

Am späteren Nachmittag kommt noch die Sonne heraus. Sebi hat die geniale Idee, den Bootsmannstuhl auszupacken. Hiermit kann man eine Person am Mast auf ca. 16 m hochziehen. Sebi will es ausprobieren, und ich darf ihn hoch kurbeln. Ich muss sagen, ganz schön anstrengend … Danach revanchiert sich Sebi aber und kurbelt mich hoch. Genial, die Aussicht von dort oben. Eine komplett andere Perspektive!

Blick vom Masttop an den Segeln vorbei hinunter auf die Nachbarboote im Hafenbecken

Auch Franzi lässt sich ans Top hochziehen und hat glücklicherweise das Finale von Germany's Next Topmodel gesehen. Nach ähnlichen akrobatischen Kunststücken am Mast, mit perfekter Haltung und toller Ausstrahlung, kann ich sagen: „Franzi, ja, Du bekommst Dein Foto!“


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