Palma, Anfang August. Es ist heiß, die Sonne brennt, und schon beim Crewtreffen wird klar: Diese Woche wird eng – und legendär. Acht Menschen auf einem Boot, das für acht gemacht ist. Kein Platz für Rückzug, nur für Teamgeist, Improvisation und jede Menge Gelächter.
Nach der Übernahme geht’s los: Leinen los, Segel hoch – und plötzlich sind wir mittendrin. Der Wind frischt auf, die Wellen tanzen, und mit jedem Schlag Richtung Süden wächst das Gefühl, etwas Großes zu erleben. Cala Pi empfängt uns mit türkisfarbenem Wasser, Cabrera mit wilder Stille. Wir erkunden die Burg, schwimmen zwischen Felsen, grillen an Deck und fallen abends müde, salzig und glücklich in die Kojen.
Dann die andere Seite des Abenteuers: ein „Man over Board“-Manöver, das keiner vergisst. Eine Fock, die sich aus der Verankerung löst. Momente, in denen aus Spaß plötzlich Ernst wird – und das Vertrauen in die Crew zählt. Wir lernen, wie schnell man reagieren muss, wenn das Meer die Regeln vorgibt.
Weiter geht’s gen Osten: Porto Cristo, Cala Ratjada, Alcúdia. Spontane Spanischlektionen, improvisierte Abendessen, Manöver, die sitzen (meistens jedenfalls). In der Nachtfahrt Richtung Westen fliegt das Boot durch die Dunkelheit – nur das Glitzern der Bugwelle und der Sternenhimmel über uns.
Der Höhepunkt: der Sonnenaufgang vor Formentor. Orange, still, überwältigend. Kein Foto kann das festhalten. Spätestens hier wissen wir: Wir haben’s geschafft – einmal um die Insel, mit allem, was dazugehört.
Zurück in Palma warten Hafenlärm, Bootsübergabe und das gute Gefühl, etwas erlebt zu haben, das bleibt. Die Fock ist repariert, die Schgibba getauft, der Kopf noch voller Wellen. Mallorca 2010 – sieben Tage, die nach Salz schmecken, nach Teamgeist riechen und sich anfühlen wie Freiheit.



























