Sonntag. Der letzte Tag. Wir schlafen aus – und das ist auch schon der schönste Teil des Morgens, denn danach müssen wir packen.
Einen Teil von London haben wir bislang ausgelassen: den Financial District. Sonntags ist das Bankenviertel erwartungsgemäß leergefegt. Kein Gedränge auf dem Bürgersteig, keine Busse, die von hinten mit gefühlten 70 km/h angerauscht kommen. Wir können uns ohne große Gefahr durch die Straßen bewegen. Auch wenn wir es mittlerweile raushaben, auf welcher Seite man hier geht.

Beeindruckend, diese Fassaden. Eine nach der anderen. Glas, Stein, Türme, die man von unten nicht zu Ende sieht. Und irgendwann – ich gebe es zu – auch langweilig. Ohne die Menschen, die hier sonst arbeiten, fehlt dem Viertel etwas.

Auf dem Rückweg kommen wir am Tower of London vorbei. Dort, wo die Kronjuwelen verwahrt werden. Uns ist nicht danach, hineinzugehen. Also gehen wir weiter.

Direkt danach steht schon die Tower Bridge vor uns. Heute im leichten Regen. Wir haben sie vorgestern bei ganz anderem Licht gesehen, und trotzdem bleiben wir noch einmal stehen.

Zurück im Hotel packen wir die Koffer und machen uns auf den Weg zum Flughafen. Mittlerweile ist es 15 Uhr.
Der Rückflug zieht sich. Die reine Flugzeit ist gering, aber der ganze Kram drumherum – Anreise, Warten, Abreise – frisst den Rest des Tages. Gegen 23 Uhr sind wir wieder bei Grohe in Düsseldorf, wo unser Auto steht. Bleibt nur noch der Weg zurück nach Köln. Um diese Zeit geht das perfekt schnell.
Drei Tage London – und ausgerechnet am letzten Morgen gehören uns die Straßen allein.









