Die Tage in Kiel starten früh. Sehr früh. Mal weckt die Sonne, öfter die Möwen – und manchmal einfach der Wind, der gegen die Scheiben drückt. Dazwischen liegen Spaziergänge, kleine Ausbrüche ans Wasser und diese lakonischen Szenen, die man nur im Norden findet: Schilksee im Regen, Laboe im Spätnachmittag, ein Strandkorb in St. Peter-Ording, der plötzlich zum Tagesplan wird.
Alles wirkt leicht improvisiert und gerade deshalb stimmig. Kilometer sammeln sich wie nebenbei, Stimmungen wechseln schneller als das Wetter. Und irgendwo zwischen Fördeglitzern, Nordseegeruch und salzigen Halbsätzen entsteht dieses leise Gefühl: Man reist nicht weit – und kommt trotzdem irgendwo an.





