Ein Highlight fehlte noch auf unserer Liste: der Eiffelturm bei Nacht. Nach unserer Wanderung von Montmartre zurück zur Wohnung waren alle erstmal platt. Verständlich, schließlich lagen einige Kilometer hinter uns. Gut, dass es noch zwei Stunden bis zum Sonnenuntergang waren – genug Zeit zum Durchschnaufen.
Gegen 18 Uhr sind wir dann los ins Restaurant. Direkt gegenüber gab es einen Chicken-und-Burger-Laden. Dachten wir zumindest. Das Essen kam zwar schnell, schmeckte aber entweder nur nach Knoblauch oder nach gar nichts – und war vor allem fettig ohne Ende. Naja – abhaken. Wenigstens war’s nah, sodass wir danach noch mal in die Wohnung konnten: Toilettenpause, kurz frisch machen, und dann ab in die Metro.
Um 19:30 Uhr stiegen wir aus – und da war er: der Eiffelturm im Abendlicht. Ein unglaublicher Anblick. Tagsüber schon beeindruckend, doch im Dunkeln wirkt er noch einmal ganz anders – strahlend, glitzernd, fast schon majestätisch. Wir standen da, ließen es wirken, und selbst die Kinder waren still. Das sagt einiges.
Natürlich kamen gleich die Hinweise, dass man sich nicht an die Brüstung stellen sollte. Mit Max Luca war das nicht einfach – er ist mit seinen sieben Jahren noch zu klein, um darüber hinwegzusehen. Statt uns ärgern zu lassen, sind wir einfach weitergezogen. Auf der Wiese am Hügel wurde es dann locker: Selfie-Zeit. Ein paar richtig schöne Bilder mit dem leuchtenden Turm im Hintergrund sind dabei entstanden.
Noch weiter unten, an der Seine mit Blick auf den glitzernden Turm, wurde der Moment perfekt. Der Turm im Wasser, dazu wir davor – das sind Fotos, die wir sicher lange behalten. Und vielleicht auch Erinnerungen, die die Kinder nie vergessen werden.

Zurück ging’s dann recht unspektakulär zur Wohnung. Am nächsten Morgen stand Versailles auf dem Programm – und während draußen Paris noch laut war, lag ich im Bett und plante schon weiter.
Merke: Die besten Fotos entstehen nicht durch Technik, sondern durch Timing – und ein bisschen Geduld.




