Nach Burger & Pommes ging’s mit der Metro M9 zurück nach Trocadéro — direkt gegenüber vom Eiffelturm. Die Spannung war greifbar. Oben angekommen dachten wir: „Häh, wo ist der Turm?“ Ich wusste es besser: 50 Meter vor uns, leicht links, ragte er auf – das 300-Meter-Wahrzeichen.
Für die Kinder war es ein besonderer Moment. Sie kannten den Turm bisher nur aus dem Fernsehen oder aus Trickfilmen. Jetzt standen sie wirklich davor. In ihren Gesichtern lag Staunen, Neugier – und ein bisschen Ungläubigkeit. Ein paar Selfies später war klar: Wir wollen näher ran.
Bei meinem letzten Besuch (irgendwann um 2010) war das Gelände noch frei zugänglich. Heute führt kein Weg mehr ohne Sicherheitskontrolle hinein, Plexiglaswände schirmen alles ab. Direkt hinter der Kontrolle dann die Info: Die dritte Etage sei geschlossen. Kurz überlegt, ob sich der Aufstieg lohnt – und dann Tickets gezogen. Beim Anstehen kam die Durchsage: Die oberste Etage ist doch geöffnet. Also gleich das volle Programm gebucht: 27 € für Erwachsene, 7 € für Kinder. Inklusive Fitnessprogramm über 674 Stufen bis zur zweiten Plattform und danach Aufzug ganz nach oben.
Treppenstufen & Kinderaugen
Die ersten rund 327 Stufen bis auf etwa 57 Meter gingen erstaunlich flott. Oben lag eine Glasplatte, auf die man sich stellen konnte. Von dort schaut man direkt in die Tiefe, und unten sind die Menschen nur winzige Punkte. Wer einfach drüberläuft, merkt kaum etwas. Wer aber bewusst nach unten schaut, spürt den leichten Schauer.
Danach warteten noch einmal rund 347 Stufen bis zur zweiten Plattform in 115 Metern Höhe. Hier gönnten wir uns eine Pause und ließen die Aussicht wirken. Montmartre war gut zu erkennen, der Hügel mit der Sacré-Coeur thronte über der Stadt. Für die Kinder war das schon Abenteuer genug – so hoch hatten sie Paris noch nie gesehen.
Mit dem Aufzug ins Staunen
Die Stufen bis ganz nach oben waren gesperrt, also nahmen wir den Aufzug. In 83 Sekunden schoss er hinauf auf 276 Meter. Oben änderte sich alles: Die Stadt wirkte kleiner, die Dimensionen sprangen einem förmlich ins Auge. Von hier oben konnten wir klar das PSG-Stadion erkennen, fast so, als ließe sich hineinschauen. Montmartre hingegen verschwand fast – aus diesem Blickwinkel war der Hügel kaum noch auszumachen.
Die Terrasse bot zwei Gesichter: Auf der Ostseite fegte ein starker Wind, der nur 20 % von uns aushielten 😉 Auf der Westseite dagegen war es ruhiger, hier konnte man in alle Richtungen schauen, den Blick schweifen lassen und spüren, warum dieser Turm so besonders ist.
Ein Kiosk bot Champagner und Kaviar an – 78 € pro Glas. Wir nickten uns zu und entschieden uns für die bodenständige Variante: Aussicht satt, ohne Prickeln im Glas. Ganz ehrlich: Das Panorama war luxuriös genug.
Rückweg
Nach einer guten Weile dort oben traten wir den Rückweg an. Wieder hinunter, ein Stück die Seine entlang, und schließlich zurück in die Metro. Hier fanden wir die berühmten paar Quadratzentimeter Luft und drängten uns hinein. In der Wohnung ließen wir uns dann einfach fallen – müde Beine, volle Herzen.

Merke: Wer den Eiffelturm wirklich erleben will, nimmt die Treppen bis zur zweiten Etage. Alles darüber hinaus ist Sahnehäubchen – auch ohne Champagner.














