Früher Morgen in Surtainville. Die Sonne noch träge, ich schon wach – und unser Labrador sowieso. Der brauchte Auslauf. Ich dachte: “Ach, bisschen durch die Dünen joggen, das wird nett.” Was ich unterschätzte: Sand plus Steigung ist wie Laufen auf einem Crosstrainer, der sich gegen dich verschworen hat. Puls konstant über 160.
Unser Hund? Keine Spur von Anstrengung. Der hatte nur ein Ziel: Wasser! Und wenn Labradore Wasser wittern, wird nicht gebummelt. Also zog er mich – bergauf, bergab, querfeldein. Nach drei Kilometern sah ich aus wie nach einem Intervalltraining und er wie frisch aus dem Ei.
Dann lag das Meer vor uns. 200 Meter Strand, ein gefundenes Stöckchen, ein glücklicher Hund – was soll schon schiefgehen? Antwort: Ich. Beim Werfen von der Welle überrascht, der rechte Schuh vollgesogen, der linke voller Sand. Na gut, trocknet ja wieder. Und sauber machen wollte ich die eh.
Fazit: Ich platt, der Hund zufrieden, der Kopf frei. Meeresluft wirkt. Jetzt ist der Akku leer – und irgendwie gleichzeitig voll. Zeit, die Familie zu wecken.




