Die Idee war simpel: Noch einmal ans Meer, bevor der Herbst kommt. Also Filter gesetzt: zwei Schlafzimmer, zwei Toiletten, Hund darf mit, Strandnähe. Treffer. Ein kleines Haus, nur fünfzig Meter hinter der Düne – perfekt. Die Kinder jubelten, der Kofferraum roch nach Sonnencreme und Sandspielzeug. Und irgendwo dazwischen lag diese leise Vorfreude, die nur Urlaube am Meer haben.
Die Normandie zeigte sich von ihrer besten Seite: Weite Strände, Wind im Gesicht, Croissants zum Frühstück und Baguette unterm Arm. Le Mont Saint Michel thronte in der Ferne wie aus einem anderen Jahrhundert. Morgens glitzerte das Meer, abends die Gläser. Alles war ruhig, leicht, lebendig – genau das, was man sucht, wenn man eigentlich nur weg will, um wieder anzukommen.
Nur der Reifenplatzer zwei Tage vor der Abfahrt hätte nicht sein müssen. Zwei Tage Werkstatt, zwei Tage Warten – allein im Auto, immerhin. Genug Zeit, um zu merken, dass jede Reise ihre kleinen Prüfungen braucht. Vielleicht war das der Auftakt, um alles danach noch ein bisschen dankbarer zu genießen.













