Namibia: Schotterpisten und Duwisib Castle – zwei Mal Staub, zwei Mal Ernüchterung

Namibia: Schotterpisten und Duwisib Castle – zwei Mal Staub, zwei Mal Ernüchterung

Namibia: Schotterpisten und Duwisib Castle – zwei Mal Staub, zwei Mal Ernüchterung
Fr, 30.10. Nachmittag

Staub, Schlaglöcher und ein Schloss, das schneller abgehandelt ist als gedacht: Zwischen Schotterpiste und Duwisib Castle liegen nur wenige Kilometer, aber dieselbe trockene Ernüchterung mit Kaffeehoffnung, Apfelkuchen-Pech und skurrilen Begegnungen am Wegesrand.

Namibia Duwisib Castle Schotterpisten Duwisib Lüderitz

Route – hier waren wir unterwegs

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Reisebericht

Schotterpiste vs. Schloss

Quizfrage: “Was haben Schotterpisten und das Duwisib Castle gemeinsam”? Ich helfe mal kurz: Das eine ist durchlöchert, voller Bodenwellen und Schlaglöcher, mit tiefen Rillen bedeckt, und man fährt darauf maximal 40 km/h, wenn man sein “Bush Baby” liebt. Das andere ist klein, kostet 12 EUR Eintritt, hat gefühlt genauso lange keine Reinigung wie Bewohner gesehen, und nach 5 Minuten ist man wieder draußen. Und nun die Antwort? Jawohl: Es ist beides ziemlich ernüchternd. Damit ist der Ton für den Nachmittag gesetzt.

Schotterpiste

Duwisib Farm: Kaffee und Apfelkuchen

Also gehen wir zur Duwisib Farm, um einen Kaffee zu trinken und Apfelkuchen zu essen. Leider wandert der Apfelkuchen gerade erst in den Ofen, um 15:30 Uhr am Nachmittag. Und der Kaffee? Den könnte ich oben in den Vergleich gleich mit einreihen, pfui. Das einzige Highlight sind die französischen Schweizer, die wir heute schon zum dritten Mal treffen. Wenigstens daran hat der Tag einen festen Wiedererkennungswert.

Duwisib Castle

Weiterfahrt und Wildwechsel

Auf der Weiterfahrt kommen uns mehrere Vögel vors Auto, vier trifft’s leider. Ich erkläre Andreas mehrfach: Wenn er vor dem Tier vom Gas geht, denkt es, er bremst ab, und lenkt wieder Richtung Auto. Als er dann aber bei dem 1,70 m großen Kudu abbremst, bin ich sehr froh, dass dieses Tier eine andere Taktik fährt. Im wahrsten Sinne des Wortes schwingt es die Hufe und ist weg. Kudu auf dem Grill, also auf dem Holzkohlegrill, ist übrigens sehr lecker, davon überzeugen wir uns gestern zumindest.

Pause Unterwegs

Richtung Lüderitz

Und gerade werden meine Vermutungen von heute Mittag bestätigt. An meinem Auge fliegt ein Schild vorbei mit der Aufschrift “Lüderitz 40 km”. Das wirkt wie eine klare Ansage: noch ein Stück durch Staub, Rillen und Schlaglöcher. Gleichzeitig ist es irgendwie beruhigend, weil es endlich nach Ankommen aussieht. Nur bitte ohne weitere Kaffees aus der Kategorie “Pfui”. Und ohne weiteren Vogelkontakt direkt vor der Stoßstange.

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