Aufbruch ins Delta
Es wird hell im Zelt. Ich wache auf. Ein Blick auf die Uhr: 6:13. Ich fühle mich ausgeschlafen. Ich mache mich schnell fertig, denn heute steht ein Tagestrip ins Okavango-Delta an. Die Tour haben wir gestern spontan als Mokoro-Tour gebucht, und ich bin gespannt.

Buffalo Gate und Guide
Um acht Uhr treffen wir uns am Anleger. Dann geht es in rasanter Geschwindigkeit mit einem Motorboot Richtung Buffalo Gate. Dort treffen wir “Jungle Oat”, unseren Führer. Seinen richtigen Namen verrät er mir und buchstabiert ihn dreimal, doch ich kann ihn mir leider nicht merken. Er lacht und meint: “Ist OK, deswegen nenn ich mich auch Jungle Oat – den Namen hab ich irgendwo gesehen und fand ihn cool!”
Im Mokoro
Kurz darauf sitzen wir in unserem Mokoro. Ein altes Holzboot, sehr alt – gefühlt 140 Jahre. Im Boot liegt Schilf, denn es leckt. Super – ein Seelenverkäufer, ziemlich mitgenommen. Jungle Oat meint, das sei kein Problem, und nach drei Minuten stoßen wir bereits ab. Mitten durch das Schilf und Wassergras des Okavango-Deltas gleiten wir, Andreas sitzt vorne und hat scheinbar den besseren Platz, bekommt aber jeden nassen Grashalm ins Gesicht. Auf der Rückfahrt möchte er tauschen; ich bin mir noch nicht so sicher.
Durchs Schilf zum Game Walk
Die Fahrt mit dem Mokoro dauert etwa 90 Minuten, in denen uns Jungle Oat mit einem Holzstab ruhig durch die Kanäle schiebt. Die Natur ist phänomenal schön, und es ist still, sehr still. Nur die Geräusche des Schilfs, das am Boot entlang raschelt, sind zu hören. Hunderte Libellen begleiten uns, und Wasserlilien schmücken die Wasserstraßen. Nach ungefähr 90 Minuten erreichen wir eine Anlegestelle mitten im Delta, legen eine kurze Pause ein und starten anschließend zu einem Game Walk – einer Wanderung auf der Suche nach Wild.











