Später Start und Fußballkrimi
Nachdem wir gestern Nacht, beziehungsweise heute Morgen, erst um 1:30 Uhr im Bett sind, ist der Tag eine klare Sache: Wir lassen den Wecker Wecker sein und stehen erst um 10 Uhr auf. Die lange Fahrt, die Hotelsuche und das ganze Aus- und Einräumen stecken uns noch in den Knochen. Vorher bekomme ich wirklich kein Auge auf. Kaum bin ich wach, greife ich zum Telefon. Ich rufe Romina an und erfahre dabei, dass Deutschland gerade spielt und es ins Elfmeterschießen geht.
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Natürlich schalten wir sofort den Fernseher ein, in der Hoffnung, dass das Spiel irgendwo übertragen wird. Und tatsächlich: Wir sehen die spannendsten Minuten live. Gleichzeitig reden wir mit Romina weiter, weil sie noch am Telefon ist. Wir fiebern mit, diskutieren jeden Schuss und hängen an jedem Moment. Als Lehmann zwei Elfmeter hält, sind wir richtig stolz. Ingo will sogar mit der Deutschlandfahne durch Vancouver spazieren, aber das untersage ich ihm.
Ohne Frühstück Richtung Wasser
Erst gegen 11 Uhr gehen wir in die Stadt. Frühstück brauchen wir nicht. Ingo isst den Rest Pizza von gestern, und ich, wie immer, Nutella. Dann laufen wir Richtung Wasser und zum Canada Place. Unterwegs kommen wir an einem Post Office vorbei und an kleinen Läden mit Kleinkram, in denen wir noch Postkarten für die Lieben daheim kaufen. Der Tag fühlt sich dabei noch ein bisschen unwirklich an, weil das Spiel so nachhallt.
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Seabus nach North Vancouver
Mit einem kleinen „Seabus“, für uns schlicht eine Fähre, fahren wir anschließend nach North Vancouver. Die Überfahrt dauert nur knappe 10 Min. und ist damit für mich völlig okay. Ich bin ohnehin noch wie in Trance, weil Deutschland gewonnen hat. Alles wirkt kurz angehalten: die Geräusche, die Bewegung, das Wasser unter uns. Und während Vancouver hinter uns kleiner wird, ist der Kopf immer noch beim Elfmeterschießen.













