Ankommen in Banff Town
Wir kämpfen uns den Weg zum Auto frei, und ich gönne mir noch ein Eis. Danach brechen wir direkt Richtung Banff Town auf, also in die Innenstadt und damit in die einzige größere Stadt im Nationalpark. Zuerst cruisen wir mit dem Auto ein wenig durch die Straßen, einfach um ein Gefühl für den Ort zu bekommen. Es wirkt sofort lebendig, aber nicht hektisch, eher wie ein kleiner Knotenpunkt mitten in den Bergen. Als sich der Hunger meldet, steuern wir einen Parkplatz an und landen zum Mittagessen in der “Old Spaghetti Factory”, der gleichen Kette wie in Vancouver.
Mittag in der “Old Spaghetti Factory”
Nach einem kurzen Plausch mit dem Kellner bekommen wir die “Lieblingsplätze” vieler Gäste. Wir sitzen direkt am Fenster, mit Blick auf die Berge Sulphur und Mount Rundle. Die Idee ist genial, denn die Sonne steht hoch und scheint uns zuerst noch nicht auf den Kopf. Das ändert sich genau in dem Moment, als das Essen auf dem Tisch steht. Plötzlich ist es so heiß, dass wir uns ein Stück umsetzen, damit wir überhaupt in Ruhe essen können. In einer Ecke fällt uns der Fernseher auf, auf dem live das Achtelfinale Argentinien gegen Mexiko läuft. “Leider” verlieren die Mexikaner, was irgendwie auch gut ist, denn sonst müsste ich mich später entscheiden, ob ich mein Mexiko-T-Shirt anziehe oder nicht.

Bow River, Museum und weiter zu den Seen
Nach dem günstigen, aber voluminösen Essen tut der Spaziergang durch die Stadt richtig gut. Wir sind begeistert, weil der Stil an ein altes Cowboy-Örtchen erinnert, wie man es aus dem Fernsehen kennt, und weil hier sichtbar darauf geachtet wird, diesen Stil beizubehalten. Nach einem kurzen Walk stehen wir am Bow River, der durch Banff fließt, und entdecken dort Telefone. Wir rufen erst einmal zu Hause an und erfahren dabei, dass Deutschland die Schweden mit 2:0 wegputzt und in München die Leopoldstraße mit 300.000 Leuten Kopf steht. Für einen Moment ärgert es uns, nicht dort zu sein, denn die Straße liegt ja quasi vor unserer Haustür. Aber nach ein, zwei Blicken in die Rocky Mountains ist der Gedanke wieder weg, und wir stellen uns lieber vor, wie wir daheim das Halbfinale in München live mitbekommen.

Wir schlendern noch ein Stück am Fluss entlang und gehen dann zurück Richtung Auto. Auf dem Weg liegt das Whyte Museum of the Rocky Mountains, und wir gehen kurz hinein. Dort lasse ich mir den Unterschied zwischen einem Squirrel und einem Chipmunk erklären: Im Prinzip ist es ähnlich, nur sind die Squirrels größer, und bei uns würde man die Tiere schlicht “Eichhörnchen” nennen. Am Auto angekommen kühlen wir es erst einmal von gefühlten 80 °C auf angenehmere 50 °C herunter, bevor wir weiterfahren, zum Lake Minnewanka und zum Johnston Lake. Nach Stadt, Sonne und Asphalt ist klar: Jetzt brauchen wir Wasser, Schatten und eine Pause.























