Pause in Revelstoke
Nach dem Bergtag fahren wir in den Ort Revelstoke, weil wir etwas Ordentliches essen wollen. Wir peilen ein kleines Lokal mit Salat und Sandwiches an, landen dann aber bei einem Mexikaner und bereuen das keine Sekunde. Das Essen ist richtig gut, und die Pause fühlt sich noch besser an. Die Leute dort geben mir sogar Eis und ein Handtuch für meine Stiche, und dieses kleine Mitgefühl tut einfach gut. Vor allem genieße ich das Sitzen, das Runterkommen und das Kühlen.

Nach gut einer Stunde brechen wir wieder auf, tanken kurz und machen uns weiter Richtung Osten.
Glacier National Park im Vorbeifahren
Kurz darauf führt uns die Strecke durch den Glacier National Park, aber er wirkt heute nicht wirklich einladend. Vielleicht liegt es am Regen, vielleicht am Highway, der sich mitten durch die Berge zieht. Laut Reiseführer soll es hier etwa 430 Gletscher geben, trotzdem halten wir nicht an. Wir schauen einfach aus dem Auto, was gerade auftaucht, ohne ein konkretes Ziel. Gletscher kennen wir ja auch aus Deutschland, zum Beispiel an der Zugspitze, und dort waren wir schon einmal.
Praktisch ist, dass unser Radio selbst in den Bergen Empfang hat. So verfolgen wir die Fußballergebnisse des Tages. Und wir freuen uns, dass Mexiko im Achtelfinale steht, Ingo trägt ja nicht umsonst sein grünes T-Shirt mit Mexiko-Aufschrift.
Holprige Straße und neue Zeitzone
Die letzte Strecke unserer heutigen Etappe läuft über eine schlecht geteerte Straße und ist ziemlich holprig. Immerhin wird sie gerade instand gesetzt. Gut für alle, die später einmal nach Kanada reisen, für uns gerade weniger angenehm. Trotzdem kommen wir gut durch und erreichen schließlich Golden, den letzten größeren Ort vor den Yoho- und Banff-Nationalparks.
Unterwegs knacken wir außerdem die nächste Zeitzone. Ab jetzt sind es nur noch 8 h Zeitunterschied zu Deutschland. Super, oder?
Golden: günstig schlafen statt teuer in den Parks

Wir bleiben in Golden, weil ein Blick in den Reiseführer bestätigt, was wir ohnehin ahnen: Die Motels in den Nationalparks sind deutlich teurer als die in den kleineren Städten davor. Eigentlich würden wir gern noch weiterfahren, weil es gerade Spaß macht. Aber der Gedanke ans Geld holt uns schnell ein. Also landen wir in einem netten, kleinen und günstigen Motel direkt am Highway, und das passt heute perfekt.
Hier sitzen wir jetzt, Ingo ist eingeschlafen, und in ein paar Minuten mache ich es ihm nach. Have a good one, though! Bis morgen.












