Vancouver: Grouse Mountain und Blick auf Downtown

Vancouver: Grouse Mountain und Blick auf Downtown

Vancouver: Grouse Mountain und Blick auf Downtown
So, 18.06. Mittag

Zwischen Stanley Park, Gondel und Wolkendecke kämpfen wir uns zur Aussicht vor und werden belohnt: Downtown liegt plötzlich klar vor uns. Ein Tag mit Deadlines, Gruppenfotos und dem Gefühl, wieder Herr der Lage zu sein.

Vancouver Grouse Mountain Stanley Park Gondel Aussicht

Route – hier waren wir unterwegs

GPX-Karte 2006-06-18-13h-vancouver-grouse-mountain
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Reisebericht

Durch den Stanley Park zum Grouse Mountain

Fahrt durch den Stanley Park auf dem Weg zum Grouse Mountain

Der Weg zum Grouse Mountain führt uns direkt durch den Stanley Park, einen großen Park nördlich von Downtown, ähnlich dem Englischen Garten in München, nur nicht ganz so lang. Schon vom Auto aus sehen wir den Fuß des Berges, den Gipfel aber nicht, weil er in dicken Wolken hängt. Einen Alternativplan haben wir nicht, also fahren wir trotzdem hin. Es bleibt ein bisschen ein Glücksspiel, aber wir wollen es zumindest versucht haben. Außerdem ist es bereits spät genug, dass wir keine große Schleife mehr drehen wollen.

American Way: Auto, Gondel, Aussicht

Der “Aufstieg” ist maximal amerikanisiert: mit dem Auto bis zum

Talstation und Eingang zur Gondel am Grouse Mountain
Lift, mit dem Lift (für 29,99 $ pro Person plus Tax) auf 1120 m, und wir sind oben. Das Ganze kostet uns keine 45 Min., um von der Wohnung bis zur Spitze zu kommen. Es ist schon 12 Uhr, und wir müssen um 14 Uhr beim Rudern sein, also tickt die Uhr. Deadlines passen erstaunlich gut zu so einem Tag, weil sie jede Entscheidung sofort vereinfachen. Wer zögert, verliert Zeit und am Ende den Termin.

Nebel, Logik und der Moment, in dem die Wolken aufreißen

Ankunft am Gipfel: Nebel und kaum Sicht

Oben angekommen steigen wir aus der Gondel und sehen, wie sollte es anders sein, erst einmal: nichts. Wenn ich von unten den Gipfel nicht sehe, wie soll ich dann von oben das Unten sehen? Diese Logik versuche ich schon im Auto unterzubringen, aber sie zieht nicht. Also wandern wir so weit wie möglich nach unten, bis wir unter der Wolkendecke sind. Nach etwa 15 Minuten klappt das, und wir bekommen einen schönen Blick auf Downtown Vancouver, auch wenn ein paar Bäume Teile der Sicht verdecken.

Wir beobachten, wie sich die restlichen dicken Wolken langsam auflösen und nach oben wandern.

Wolken ziehen auf, während der Blick auf Vancouver langsam frei wird
Also schießen wir noch einige Gruppenfotos, warten, hoffen und starren auf diese fliegenden Wassermassen, bis sie endlich nachgeben. Und wir haben Glück: Nach etwa 25 Minuten klart es auf, und der Blick auf Greater Vancouver ist frei. Wir können sogar bis in die USA hinübersehen.
Weitblick vom Grouse Mountain bis Richtung USA

Point Roberts, ganz im Süden von Vancouver, ist ein Landzipfel des kanadischen Festlandes, der aber nicht zu Kanada gehört, weil er südlich des 49. Breitengrads liegt. Die Grenze zwischen USA und Kanada ist der 49. Breitengrad, für alle, die sich bisher gewundert haben, warum sie auf der Landkarte so auffällig gerade aussieht. Das gilt übrigens vom Lake Ontario (im Osten bei Toronto) bis hinüber Richtung Vancouver Island. Victoria liegt zwar südlich davon, aber als Hauptstadt von British Columbia dürfen die Kanadier sie behalten.

Wo war ich? Genau: bei diesem Blick, der plötzlich alles lohnt. Wirstadt noch besser ist. 010 Das nutze ich sofort für ein paar Fotos, während eine Gondel ohnehin gerade voll ist. Von hier aus lässt sich Downtown Vancouver mit Skyline und dem davorliegenden Stanley Park wunderbar überblicken.


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