Von Victoria zur Fähre
Dann brechen wir auf, denn wir muessen noch bis nach Vancouver Downtown. Also ab ins zentral geparkte Auto und los Richtung Faehre. Bis nach Swartz Bay sind es noch rund 30 Minuten, und zwischendurch halten wir bei McDonald’s, weil Sabrina einen Salat essen will. Hungrig auf das naechste Schiff zu warten, waere wirklich keine gute Idee. Wir sind etwa eine halbe Stunde vor der naechsten Abfahrt um 17 Uhr am Hafen und sichern uns einen Platz auf der Faehre.

Ueberfahrt nach Tsawwassen und weiter nach Vancouver
Die Zeit bis zur Abfahrt vergeht schnell, und schon sind wir an Bord. So ein grosses Schiff schwankt deutlich weniger als ein kleines, zum Glueck. Wir sitzen nur kurz im Auto und gehen dann an Deck, um Fotos zu machen und die Fahrt zu verfolgen. Nach etwa anderthalb Stunden sind wir wieder auf dem Festland, in Tsawwassen. Mit Ingos Navigationssystem, dem GPS auf seinem Palm, cruisen wir direkt zu unserem Schlafplatz in Vancouver.

Oak Street, Broadway und eine lange Nacht
Die Insel kennt das Navi nicht, aber den Weg zu Sue und Artos, den beiden Bekannten, die wir besuchen und bei denen wir uebernachten. Das klappt auch: von der 17E auf die 99N und dann rund 12 km dem Strassenverlauf folgen. Dann stehen wir schon an der Oak Street, Ecke 12th Ave. Wir bringen unsere Wertsachen in die Wohnung, begruessen die beiden Katzen und brechen zuegig Richtung Broadway auf, wo wir bei einem BBQ-Grill zu Abend essen.
Dort treffen wir Freunde von den beiden, die bei der kanadischen Eisenbahn gearbeitet haben. Sie erklaeren uns, warum die Bahnstrecke von hier nach Banff oder Jasper so unverschaemt teuer ist, etwa 700 Dollar pro Strecke. Die Antwort ist einfach: Kanadier fahren ohnehin Auto, und die Preise richten sich vor allem an Touristen aus Europa, den USA und Japan, die bereit sind, das zu zahlen. Das Treffen ist richtig nett, das Essen seeehr fettig, und der Abend ist verdammt schnell vorbei. Ich denke, wir wuerden noch eine Weile sitzen und zwei, drei Bier trinken, aber nachdem die Bedienung abraeumt, wird bezahlt (danke fuer die Einladung!), die Gruppe loest sich auf und wir gehen heim.
Dann kommt der Hammer. Es ist zwar eine relativ grosse Wohnung mit drei Zimmern, Kueche und Bad, aber irgendwie fehlen ueberall die Tueren. Das Bett ist ein wenig durchgelegen, und die Katzen koennen frei herumrennen. “Es kann auch mal vorkommen, dass die sich mit aufs Kopfkissen legen…” heisst es, und ich denke nur, dass das dann wohl auch die letzte Tat der Katzen waere. Zum Glueck bin ich so muede, dass ich mir kaum Gedanken ueber die Qualitaet des Bettes mache. Im Halbschlaf bekomme ich noch mit, dass eine Katze es wagt, auf unser Bett zu springen, und Sabrina ihr etwas von wegen einer “Beförderung zu Fischfutter” androht.









