Ingo schreibt…

Wir haben uns noch kurz Empfehlungen abgeholt, an welchen Strand wir denn in der Jervis Bay gehen könnten und sind dort dann hin gefahren - zur Greenfield Beach. Ziel für den Vormittag war nämlich „Entspannen in der Australischen Sonne!“

Als wir dort angekommen sind, war auch alles super. Wir haben uns einen schönen Platz gesucht und unsere Handtücher ausgebreitet, uns eingeschmiert und zum Sonnen hingelegt. Ca. 10 Minuten später kam jedoch eine dicke Wolkendecke über den Berg - weitere 10 Minuten später kam eine Familie mit 6 Kindern und hat sich genau vor uns hingesetzt. Man kann sich das jetzt vermutlich nicht vorstellen, aber der Strand war fast so groß wie die Insel Sylt, es waren nur noch 3 weitere Pärchen am Strand und wo legen die sich hin? Genau vor uns! Als die Kinder dann noch Fangen spielten (genau vor uns) und der Wind aus Richtung Ozean kam - wir also den Sand dauernd ins Gesicht bekommen haben -, ist mir fast der Kragen geplatzt. Ich hab mir dann erst einmal Musik geholt .

Auf dem Weg gen Norden habe ich noch ein wenig im Lonley Planet gesucht, was wir noch machen können. Dort konnte ich Informationen zum kleinen Ort „Kiama“ finden. Dies soll ein kleines, tolles Städtchen sein, wo man gut essen könnte. Da wir bereits Mittag hatten, sind wir auch direkt vom Princess Highway abgefahren, um uns diesen Ort anzusehen. Wir sind an einigen Italienern und Burger-Buden vorbeigefahren, bis wir am „Strand“ bzw. an der Küste waren.
Dort sollte es ein „Blow Hole“ geben, aus welchem bis zu 90 Meter hohe Wasserfontänen herausgespuckt (bzw. geblasen) werden sollen. Dieses Schauspiel wollten wir uns nach dem Essen ansehen. Also sind wir in Richtung Leuchtturm gegangen, da dort auch ein Restaurant 
Danach sind wir in Richtung Blow Hole gegangen. Wie der Zufall es so wollte, hatten wir an diesem Tag mal keinen Wind und somit auch keine hohen Wellen. Also gab es nur ein 90 cm Blow, wenn manchmal eine Welle entsprechend in das Loch gespült wurde (und keine 90 m). Alles in allem aber ein total cooler Anblick - man ahnt nichts Böses und auf einmal gibt es eine coole Wasserfontäne aus dem kleinen Loch nebenan…
Danach sind wir dort noch ein wenig rum gewandert. Ich bin noch auf die Klippen geklettert und habe mir die Küste angeschaut. Ein traumhafter Anblick! Genervt haben nur mal wieder die Japaner, die mit irgendwelchen Sandalen dort auch rumgekraxelt sind. Ich dachte mir nur, „schnell weg da“, bevor die sich was brechen und ich mich dann in der Pflicht fühle, die dort raus zu tragen…

Danach haben wir noch ein wenig den Blick auf die Stadt an sich genossen, die so aussah wir im Bilderbuch: Alles kleine Häuser an der Küste, die Sonne hat für die entsprechende Belichtung gesorgt, der Leuchtturm an der Küste und die Wellen, die sich davor brachen. Bestimmt der nächste Drehort für Rosamunde Pilcher - obwohl, dafür ist es hier viel zu warm und sonnig!

Kurz darauf saßen wir auch schon wieder im Auto und sind in Richtung Wollongong gefahren. Dieser nächst größere Ort südlich von Sydney ist bekannt für die Stahl-Industrie, was uns auch direkt aufgefallen ist. Schön ist die Stadt ja mal wirklich nicht. Wir sind dort ein wenig rum gekurvt, wollten dort eigentlich übernachten, haben uns aber relativ spontan anders entschieden und sind in Richtung Sydney weiter gefahren, um irgendwo an einem der kleinen Orte mit einem schönen (und vielleicht auch sauberen) Strand halt zu machen.

Irgendwie konnten wir die Frau von 92,5 $ aus 82,5 $ runter handeln - haben uns dann das Zimmer angeschaut und waren davon überzeugt, dort zu bleiben. Wir haben kurz ausgeladen und sind dann in Richtung Strand gefahren - und mussten feststellen, das der total schön ist. Dort haben wir unser Obst gegessen, welches wir irgendwann im Laufe des Abends gekauft haben. Das war super lecker - bis auf die grünen Melonen. Diese konnten wir jedoch erfolgreich an die Möwen dort verfüttern.
Danach sind wir zurück zum Motel und trafen noch einmal unsere Vermieterin. Die habe ich dann erst einmal gefragt, wann denn der Sonnenaufgang am nächsten Tag sei. Sie sagte mir so etwas wie 5.00 Uhr. Das wollten wir erst nicht wahr haben und fragten bei einigen Bekannten in Deutschland nach (das kann man im Internet nachschauen). Leider hatte die Frau recht - und wir haben uns trotz dieser unchristlichen Zeit dafür entschieden, um 4.30 Uhr auszustehen, um den Sonnenaufgang anzusehen.
Danach haben wir noch die Kosten eingegeben und dabei festgestellt, dass unser Urlaub doch etwas teurer wird, als angenommen (aber nicht viel J)… Ich haben mich dann schlafen gelegt und Sabrina hat sich um dieses Tagebuch hier gekümmert…